Zu ihrer diesjährigen Konzertreise nach Prag brachen die rd. 40 Sänger des Männerchor Arnsberg 1880 auf, um am internationalen „Spring Choral Meeting“ teilzunehmen.

Nachdem die Hinfahrt durch einige Staus deutlich länger ausgefallen war, wurde nach dem Abendessen die nähere Umgebung des zentral gelegenen Hotels erkundet.

Höhepunkt der Konzertreise war am nächsten Tag die Teilnahme am internationalen Frühlings-Chorfestival, an dem sich insgesamt  18 Chöre aus 11 Ländern, darunter 1 Chor aus China, beteiligten. Jeder Chor hatte für sein Programm 30 Minuten zur Verfügung. Während einige Chöre durch Choreographie und Rhythmus dem Publikum zu gefallen wussten, bestach der Männerchor durch seinen ausgewogenen, intonationssicheren Gesang. Insbesondere bei den geistlichen Stücken  von Schmoll, Biener, Cherubini und Rabe zeigten sich die zahlreichen Zuhörer ausgesprochen begeistert von der musikalischen Leistung der Sauerländer.

Nach einem Ortswechsel in die Kirche Sr. Michala v. Jircharich fand hier das gemeinsame Abschlusskonzert aller teilnehmenden Chöre statt. Hierzu hatte die Festivalleitung vorab die entsprechenden Noten zur Verfügung gestellt. Hervorzuheben ist hier das Halleluja von L. Cohen sowie das afrikanische Traditional Siyahamba, bei dem die rd. 450 Mitwirkenden das vollbesetzte Gotteshaus zum klingen brachten. 

Nach Beendigung des Festivals erkundigten sich manche Besucher und Teilnehmer nach der Herkunft des Chores und die Sänger konnten ihnen mit ein wenig Stolz ihren Wohnort im Sauerland nahe bringen. Dieser Erfolg wurde zunächst  in dem jüdischen Lokal  Jericho in der Nähe der Prager Altstadt gebührend gefeiert.

Der 3. Tag der Konzertreise war ausgefüllt mit einer ausgedehnten Stadtführung, bei der die Sehenswürdigkeiten Prags zu Fuß erkundet wurden. Bedingt durch das sommerliche Wetter und dem großen Touristenandrang war allerdings das Überqueren der Karlsbrücke sowie der Bummel durch die Altstadt eine Herausforderung. Zum Abschluss des Tages wurden im Innenhof eines gemütlichen Lokals 4 neue Sänger des Chores „getauft“ und somit offiziell in den Männerchor aufgenommen.

Voller Erinnerungen traten die Sänger am letzten Tag, diesmal staufrei, ihre Heimreise an, wobei in Dresden bei einer Zwischenrast die Frauenkirche, die Brühlschen Terrassen und der Zwinger besichtigt wurden.